Juan Pablo Villalobos
Ich hatte einen Traum

Jugendliche Grenzgänger in Amerika

Leseprobe Ihr Weg führte durch die »Kühlschränke« – so nennen die Kinder aus Mittelamerika die kargen, klimatisierten Auffangzentren in den USA. Davor lag eine lange, gefährliche Reise, die manche ihrer Gefährten nicht überlebten. Juan Pablo Villalobos hat sie befragt und ihre Geschichten aufgeschrieben. Es sind Kinder aus Guatemala, Honduras und El Salvador, die ganz allein die Reise in das gelobte Land im Norden antraten, getrieben von Gewalt und zerstörten Familien. Sie alle träumten den gleichen Traum von einem Leben in Geborgenheit. Und sie alle haben bereits eine Geschichte, von der manche Erwachsene nicht einmal träumen mögen. Ein nüchternes und doch ergreifendes Stück Literatur vom amerikanischen Kontinent in ­diesen unseren Zeiten.


Juan Pablo Villalobos
Ich hatte einen Traum
Aus dem Spanischen von Carsten Regling
96 Seiten · Halbleinen · fadengeheftet · 164 x 228 mm
Auch als E-Book
Herbst 2018
ISBN 978-3-946334-40-8
EUR 22,00


Juan Pablo Villalobos
geboren 1973 in Guadalajara, Mexiko, studierte Marketing und Literatur und lebt heute in Barcelona. mehr

Carsten Regling
lebt als freier Übersetzer und Lektor in Berlin. Unter anderem übersetzte er Romane und Erzählungen von Ricardo Piglia, Manuel Vázquez Montalbán,... mehr



Rezensionen:


»Mit dem schmalen Band und den kurzen Erzählstücken gelingt es Schriftsteller Villalobos überzeugend, die dramatische Situation aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen wiederzugeben.«

Eva-Christina Meier, taz

»In seinem Buch ›Ich hatte einen Traum‹ hat Villalobos diese Geschichten literarisch verdichtet und szenisch zusammengefasst. Es sind ergreifende und erschütternde Episoden aus einer Realität, die tagtäglich geschieht, in einer nur vordergründig menschlichen und zivilisierten Welt. Einer Anklage gleich lässt Villalobos die Jungen und Mädchen zu Wort kommen. Ihre Stimmen erheben sich wie zu einem verzweifelten Hilferuf gegen die Mauer aus Ignoranz und Schweigen unserer westlichen Welt. Villalobosʼ Buch wird zum Sprachrohr dieser Kinder. Es bereitet die Geschichten auf, damit sie auch für jeden verständlich und begreifbar werden. Dies gelingt ihm ausgeprochen gut, auch wenn zwischen den Zeilen stets auch die Hoffnungslosigkeit mitschwingt, das alle diese einzelnen Schicksale letztendlich unerhört bleiben.«

Látizón TV

»Villalobos [gibt] jenen Stimme und Gesicht, um die es gehen sollte. Ein echter Beitrag zu mehr Verständnis.«

Roland Gutsch, Nordkurier

»Villalobos [hat] verschiedene miniatur- und momenthafte Erzählskizzen geformt, die trotz ihrer Kürze und Reduziertheit [...] eindringliche, beinahe ausnahmslos erschütternde
Fluchtgeschichten offenbaren.«

Stadtmagazin 07

»Ein lesenswerter Debattenbeitrag zur Situation der Flüchtlinge aus Mittelamerika.«

Thomas Völkner, Hamburger Lokalradio

»Ein Buch, das für die gesellschaftspolitischen Verheerungen unserer Zeit nicht nur in Amerika sensibilisiert und das die ganz großen Fragen stellt, ohne sie aussprechen zu wollen: Was verstehen wir unter Demokratie, Moral und Menschlichkeit?«

Wiebke Porombka, Deutschlandfunk Kultur