Gewählter Autor: Andrascz J. Weigoni
Andrascz J. Weigoni
Bibliographie
2013
Parlandos
Langgedichte & Zyklen
In seinen »Parlandos« setzt A.J. Weigoni der Vergänglichkeit der Sprache den Gesang, entgegen. Es versammeln sich in diesem bewußt heterogen zusammengestellten Gedichtband philosophische Maximen, Gedankensplitter, mystische Reflexionen und rhapsodische Eindrücke. So vielgestaltig die Anlässe, die den VerDichter zum Schreiben anregten, so vielschichtig gestalten sich diese Arbeiten, die für das westfälische Landestheater, das Mecklenburgische Künstlerhaus Schloss Plüschow, die Kunstsammlung NRW und den Klangturm St. Pölten binnen 25 Jahren entstanden sind. Dieser Band bietet einen konzisen Überblick über Weigonis dichterisches Schaffen.

2012
Cyberspasz, a real virtuality
Die Figuren sind Präsensnomaden, sie leben im Glauben an eine ewige Gegenwart, oder gar eine ‚ewige Jugend’, die ihnen umso lebbarer erscheint, je ahistorischer sie denken und handeln. Solche modernen Nomaden, Marionetten ihres Egoismus, folgen als Individuen wie Herdentiere den Weideplätzen ihrer momentanen Bedürfnisse und Gelüste. Die meisten Figuren sind miteinander verbunden, indem sie wiederholt auftreten und so Handlungsstränge verknüpfen oder bereits angedeutete aus den Erzählungen »Zombies« variieren. Fast kann man bei beiden Büchern von einem ‚Konzeptalbum’ sprechen. Hier wie dort brilliert dieser Romancier durch Scharfsinn und Scharfzüngigkeit.
»Zombies«, Erzählungen; »Cyberspasz«, Novellen - von A.J. Weigoni, Edition Das Labor, Mülheim an der Ruhr 2012 – Limitierte und handsignierte Ausgabe des Buches als Hardcover

2011
Letternmusik - ein drama giocoso
Einen Remix zu basteln ist in der Popmusik gang und gebe. Stephan Flommersfeld hat das Selbe mit der "Letternmusik" von A.J. Weigoni gemacht, herausgekommen ist die aktuelle Variante eines drama giocoso. Die Fertigstellung seines Remix ist gebunden an den Umstand, daß das Ganze wiederum "Sinn" macht, das unterscheidet den Remix von Stephan Flommersfeld von einem Remake und vom Recycling: Remixen ist hier auch eine Autorenangelegenheit. Die ideale Form für den Remix ist der Clip: ein audiophones Geschehen, das sowohl in der Länge als auch im inneren Aufbau (Refrain, Strophe, Bridge) einem Popsong ähnelt. Tatsächlich benutzt Stephan Flommersfeld gern einen solchen als Grundlage für die Montage. > weiterlesen

2011
Gedichte
Hörbuch
(gefördert von der Kunststiftung NRW)
>Weigoni gehört zu den meistunterschätzten Lyrikern, sein Schaffen erzeugt eine Poesie, die von der Rezeption das Äußerste an Selbstpreisgabe verlangt. Oft wird im Literaturbetrieb übersehen, dass gerade aus solcher Herausforderung die Subjektivität des - oder derjenigen, der oder die sich auf diese Kunstwerke eingelassen hat, sich auf Dauer verändert - die Wahrnehmungsfähigkeit, die Weltsicht, das Zulassen von Gefühlen. Im digitalen Zeitalter geht der Schrift der Sinn und damit die Sinnlichkeit immer mehr verloren; so scheint es. Weigoni bewegt sich auf dem Hörbuch Gedichte gleichfalls in der Intermedialität von Musik und Dichtung, er sucht mit atmoshärischem Verständnis die Poesie im ältesten Literaturclip, den die Menschheit kennt: dem Gedicht!>
(Matthias Hagedorn)
>> Ohrenzwinkern

2010
Zombies
Erzählungen
Weigonis Erzählungen haben keine Vampirzähne, Biss haben diese Zombies allemal. Sprachlich auf das Wesentliche reduziert, Erzählungen, die ihrem Namen gerecht werden. Diese Erzählungen sind voller Humor und streckenweise so schwarz, das sie unter der Kohlenkiste noch einen Schatten werfen würden.

2009
Vignetten
Novelle
Mit den »Vignetten« definiert Weigoni eine Literaturgattung neu. Er praktiziert damit mehr als Schreiben, denn diese Novelle ist ein Sich–Einschreiben in die Welt. In den »Vignetten« wird alles Spätere präfiguriert, es blitzt die Kunst der Verknappung und die Wucht der schmerzhaft präzisen Sätze auf, und schließlich setzt sich aus den Einzelteilen eine konkrete Geschichte zusammen.

