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YEAH!  YEAH!  YEAH! 

Preisträger beim Young EARopean Award

Die Hamburger Klangwerktage werden mit dem Ersten Europäischen Musikvermittlungspreis gekürt

Die Hamburger Klangwerktage gewannen mit dem Projekt VOID den YEAH AWARD! In einer festlichen Preisverleihung wurden am Samstag, 19. November im Schloss Osnabrück die Preisträger des 1. YEAH Young EARopean Award bekanntgegeben.Von über 200 Einsendungen aus ganz Europa wurden die 5 besten Projekte prämiert. Darunter nur ein deutsches, nämlich VOID. Das Projekt stand im Wettbewerb mit großen Europäischen Opern- und Konzerthäusern, die fantastische Education Projekte vorweisen konnten. Die hochkarätige, internationale Jury ließ sich aber von VOID bezaubern.
Schüler aus der Rudolf Steiner Schule Hamburg Harburg und der École Perceval Paris setzten sich mit Musik, Geschichte und Architektur auseinander und entwickelten eigene musikalische Ausdrucksformen, indem sie sich intensiv auf das Werk des Architekten Daniel Libeskind sowie auf die in Reaktion darauf entstanden Kompositionen VOID I und II des Komponisten Nikolaus Brass bezogen. Aus der Jurybegründung: „Die Teilnehmer waren in einen intensiven kreativen Prozess eingebunden, der weit mehr umfasst als ein reines Musikprojekt: es geht um kulturelle Identität, Geschichte sowie andere künstlerische Sparten. Auf der Suche nach Ausdrucksformen für emotionale und nicht-verbale Phänomene trennt das Projekt nicht zwischen Musikern und Nicht-Musikern. VOID zeigt etwas über Inspiration – es schafft qualifizierte Momente der Inspiration. Respekt gebührt dem Umgang mit dem Thema Holocaust, das niemals verkitscht oder emotional überstrapaziert wird.“

Junge Menschen für die Klassik begeistern – dieses Motto sprach europaweit über 250 Institutionen, Projektmacher und Ensembles an. Eine Herausforderung für die dreiköpfige Vorjury, die in einer Art "Marathon-Aktion" alle Projekte sichtete. Insgesamt 15 Projekte wurden weitergeleitet an die international besetzte Hauptjury, die über die vier Gewinner entschied.

Die 15 Finalisten, die aus zehn verschiedenen Ländern stammen, zeigen einen repräsentativen Querschnitt durch die Projektlandschaft in Europa und stehen beispielhaft für die Lebendigkeit und Kreativität des gegenwärtigen Musiklebens. "Ein toller Überblick", wie Jurymitglied Dr. Christoph Becher (Elbphilharmonie Konzerte) im Anschluss an die Sitzung feststellt. Bemerkenswert sei außerdem das durchweg hohe Niveau der Einreichungen.

Dass nun ein Hamburger Projekt den Preis nach Hause trägt, ist eine besondere Ehre für unsere Stadt.

Die anderen preisgekrönten Projekte kommen aus Dänemark, Belgien, Österreich und Deutschland. Fünf Musikprojekte haben sich im Rennen um den 1. YEAH! Young EARopean Award durchgesetzt. Der Preis wurde in zwei Kategorien vergeben:

Die Kategorie "Performance" sucht nach innovativen Konzertformaten für junges Publikum.  In dieser Kategorie werden das österreichische Sonus Brass Ensemble mit dem inszenierten Konzert Rocky Roccoco und das Projekt slagRoom des Percussion-Ensembles Triatu + 1 in Zusammenarbeit mit Jeugd en Muziek aus Belgien ausgezeichnet.

In der Kategorie "Process" richtet sich der Fokus stärler auf den partizipativen Aspekt der Vermittlung. Drei Projekte werden in dieser Kategorie ausgewählt: Small Composers des Figura Ensembles (Dänemarkt), von Sternen, Nebeln und Galaxien der regionale X, Steiermark, Arcana Festival St. Gallen/Gesäuse (Österreich) und VOID der Hamburger Klangwerktage - Festival für zeitgenössische Musik. 



Editorial


„We have to imagine the world like a brain; East and West are the two brain hemispheres. It is our responsibility to make them properly work together.John Cage


Öffnen wir unsere Herzen, öffnen wir unsere Ohren für Neue Musik aus dem Iran! Gibt es überhaupt Neue Musik im Iran? Inwieweit ist die Jahrtausende alte Tradition der iranischen Musik in der Moderne präsent?


Wir haben uns auf die Suche gemacht, und sind fündig geworden:


Ali Gorji komponiert „Stimmen des Schweigens“ für uns und das Berliner ensemble work in progress.


Nader Mashayekhi vertont „Irdische Offenbarung“, ein Gedicht der Dichterin Forugh Farrochsad für zwei Frauenstimmen: europäische und iranische Singstimme. Dafür konnten wir Marlis Petersen, gewinnen! Sie wird im Wechselgesang mit Sepideh Vahidi und unterstützt vom Ensemble Resonanz das neue Werk singen. Hinzu kommen Alireza Mashayekhi und das Teheran Orchestra for Contemporary Music.


Ja, wir haben es geschafft! Das einzige Orchester für zeitgenössische Musik Irans wird nach Hamburg kommen. Mit traditionellen und westlichen Instrumenten werden sie für unsere Ohren ganz neue Klänge mitbringen.


Dem Motto von Jahn Cage folgend, werden wir als Gegengewicht auch westliche Komponisten aufführen. So bringen wir zu Anschauung und Gehör u. A. das spektakuläre neueste Musiktheater von Aperghis aus Paris und neue Werke von Nikolaus Brass und Robert HP Platz.


Interkulturelle Austausch, Begegnungen und Gespräche, Zusammenwirken europäischer und iranischer Künstler, informeller Austausch während der Produktionszeit sowie das Podiumsgespräch mit Hossein Mansouri und Nader Mashayekhi sollen Publikum und Mitwirkende zusammenbringen und bereichern.


Wir wünschen uns wieder viele offene Ohren und Klangneugierde,


Ihre Christiane Leiste,

künstlerische Leitung

PROGRAMM 2011


28.11.2011 19:00to be and not to be Filmvorführung im Abaton Kino. Am 28.11. findet nach dem Film ein Publikumsgespräch mit dem Regisseur Frank Scheffer und dem Komponisten Nader Mashayekhi statt.mehr...01.12.2011 19:00Josefine singt Ein Liederabend nach Franz Kafka mit Musik von Wolfgang von Schweinitz.mehr...01.12.2011 20:30Luna Park Musiktheater von Georges Aperghis, Deutsche Erstaufführung mehr...01.12.2011 22:00Khiyal Klang-Raum-Installation mehr...02.12.2011 18:00Khiyal Klang-Raum-Installation mehr...02.12.2011 18:00am rande - filmpremiere Ein Dokumentarfilm von Resa Asarschahab mehr...02.12.2011 19:00Boulanger Trio mehr...02.12.2011 21:00Konzert: Stimmen des Schweigens mehr...02.12.2011 22:00Khiyal Klang-Raum-Installation mehr...03.12.2011 18:00Khiyal Klang-Raum-Installationmehr...03.12.2011 18:30PodiumsdiskussionMit HOSSEIN MANSOURI und NADER MASHAYEKHImehr...03.12.2011 18:30Filmvorführung "Das Haus ist schwarz" Ein Dokumentarfilm über eine iranische Leprakolonie. Regie: Forugh Farrochsad (1962)mehr...03.12.2011 19:30Josefine singt Ein Liederabend nach Franz Kafka mit Musik von Wolfgang von Schweinitz.mehr...03.12.2011 21:00Konzert "Irdische Offenbarung" Uraufführung mehr...03.12.2011 22:00Khiyal Klang-Raum-Installation mehr...04.12.2011 11:00To be and not to beFilmvorführung im Abaton Kino. Am 28.11. findet nach dem Film ein Publikumsgespräch mit dem Regisseur Frank Scheffer und dem Komponisten Nader Mashayekhi statt.mehr...04.12.2011 18:00Khiyal Klang-Raum-Installation mehr...04.12.2011 18:00Klangradar 3000 / Klangwellen-Projekt "Mashayekhi" mehr...04.12.2011 18:30Josefine singt Ein Liederabend nach Franz Kafka mit Musik von Wolfgang von Schweinitz.mehr...04.12.2011 20:00Alireza Mashayekhi und das Iranian Orchestra for Contemporary Music (Teheran) mehr...04.12.2011 22:00Abschlussfest der Hamburger Klangwerktage Ausklang bei Live-Musikmehr...04.12.2011 22:00Khiyal Klang-Raum-Installation mehr...05.12.2011 19:00to be and not to beFilmvorführung im Abaton Kino. Am 28.11. findet nach dem Film ein Publikumsgespräch mit dem Regisseur Frank Scheffer und dem Komponisten Nader Mashayekhi statt.mehr...