Das “Prekariat” ist in der aktuellen Armutsdebatte der Schlüsselbegriff. Dabei betrifft Prekarisierung nicht nur die Armutsregionen, sondern die gesamte Gesellschaft. Der Soziologe und Philosoph Oliver Marchart denkt in seinem Essay darüber nach, ob aus dem Prekariat ein politisch bedeutender Akteur entstehen kann – wie einst das Proletariat. weiterlesen »
Während die Berliner im Rahmen der Europawahl über das Tempelhofer Flugfeld abstimmten, waren in Thessaloniki die Bürger dazu aufgerufen, über die Privatisierung des städtischen Wasserwerks abzustimmen. Diese Abstimmung wurde von der Regierung in Athen für illegal erklärt. Berliner Gazette-Autor Florian Schmitz berichtet von einer Wahl, die in den Medien unterging. weiterlesen »
Zu den wichtigen Aspekten des NSA-Skandals zählt die Debatte über Metadaten. In deutschsprachigen Medien ist dabei meistens vom Ende der Privatsphäre die Rede. Ausgeblendet werden jedoch die militärischen Drohneinsätze, die auf Grundlage der gesammelten Daten erfolgen. Der Technik-Experte und Journalist Detlef Borchers kommentiert. weiterlesen »
Die jüngste Entscheidung des Europäischen Gerichtshof im Falle “Mario Costeja Gonzalez vs. Google” wird vermutlich als das “Recht auf Vergessenwerden” in die Geschichte eingehen: Links zu Suchergebnissen über eine Person können auf Anfrage gelöscht werden. Wie wird sich das Urteil auf Gesetze in den USA und in der EU auswirken? Die Juristin Avantika Banerjee kommentiert. weiterlesen »
Hinter verschlossenen Türen wird eine transatlantische Freihandelszone entworfen. Die Verhandlungsführer sind weder bekannt noch demokratisch legitimiert. Die genauen Vertragstexte, sei es TTIP, CETA, TPP oder TiSA, sind geheim. Ist dieses Verfahren zeitgemäß? Umweltingenieurin und Berliner Gazette-Autorin Tatiana Abarzúa kommentiert. weiterlesen »
Google und NSA wissen alles über uns. Berechnen unser Leben. Entscheidend ist jedoch nicht, ob wir determinierbar sind oder nicht. Das eigentliche Problem liegt viel eher darin, dass der staatlich-technisch-marktwirtschaftliche Komplex so handelt, also ob wir determinierbar seien. Und dass wir das als Realität annehmen. Der Schriftsteller und Philosoph Guillaume Paoli ruft zum Widerstand auf. weiterlesen »
Griechenlands zehntausend Kilometer lange Küste ist ein fundamentaler Bestandteil der Kultur und wird als die wichtigste Ressource des Landes betrachtet. Während die Verfassung zur Erhaltung der Umwelt verpflichtet, ist der freie Zugang zum Meer gesetzlich verankert. Dieses Grundrecht steht jetzt zum Verkauf. Der Journalist Florian Schmitz berichtet aus Thessaloniki. weiterlesen »
Russlands Außenpolitik spaltet die öffentliche Meinung – und es zeigt sich, dass das alte Ost-West-Denken nach wie vor Bestand hat. Waren die Russen am Sieg über Hitler und an der Wiedervereinigung beteiligt? Oder werden die Russen als Besatzer erinnert, obwohl die USA bis heute unzählige Militärbasen in Deutschland unterhält? Kulturphilosophin und Berliner Gazette-Autorin Yana Milev sondiert das kollektive Gedächtnis und legt Ostdeutschlands anderen Blick auf Russland frei. weiterlesen »
Seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist unsere Beziehung zum Internet gestörter denn je. Dennoch, obwohl wir um die Probleme wissen, geben wir weiterhin munter unsere Daten weiter. Kulturwissenschaftlerin und Berliner Gazette-Autorin Mercedes Bunz schlägt eine Kur vor. weiterlesen »
Soziologen erforschen die Wiedervereinigung Deutschlands auf ihre Folgen hin. Unterbelichtet bleibt die psychologische Dimension und die Rolle von Kränkungen. Kulturphilosophin und Berliner Gazette-Autorin Yana Milev über die grenzüberschreitende Bedeutung von „Wendekränkungen“ vor dem Hintergrund des aktuellen Ukraine-Konflikts. weiterlesen »
PRISM, XKeyscore und kein Ende in Sicht. Seit dem wir den Überwachungsprogrammen ins Gesicht sehen, lässt es sich nicht mehr leugnen: Die Internet-Revolution befindet sich in ihrer konterrevolutionären Phase. Es ist ein Krieg der Daten gegen die Kommunikation. Internet-Theoretiker und Berliner Gazette-Autor Felix Stalder sondiert das Gefecht. Ein Essay. weiterlesen »
Der aktuelle Konflikt in der Ukraine hat in Deutschland kontroverse Diskussionen über die Berichterstattung der Mainstream-Medien entfacht. Kulturphilosophin, Soziologin und Berliner Gazette-Autorin Yana Milev über Feindbildpropaganda am Beispiel Wladimir Putins, Trends in den Medien und wenig beachtete Großdemonstrationen. weiterlesen »