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Carsten Kuhr
Der Werwolf-DJ von Denver

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Dez 2008

Was macht man mit einem eher mittelmäßigem Abschluss in Philosophie und Englisch von der Uni in Denver, chronischen Schlafstörungen und einem rechten Quasselmäulchen?

Klar, man wird DJ. Nur gibt es sowohl bei den Radiostationen, wie auch unter denen, die am Mikrophon für kurzweiliges Gelabere zuständig sind, eine Rangfolge. Erst kommen die bundesweiten Stationen und Networks, dann die lokalen Sender mit größerer Reichweite und ganz unten, wo fast gar nichts mehr vom großen Werbekuchen abfällt, die unabhängigen Sender.

Kitty, unsere Protagonistin ist bei einer solchen die Frau für die unbeliebten Nachtstunden. Wenn nur noch die auf sind, die ihr Gewissen oder die Sorgen wach hält, oder die wenigen, die zu dieser unchristlichen Zeit arbeiten müssen, ist sie auf Sendung. Sie spielt nur Songs, die vor ´89 erschienen sind und schlägt sich wacker mit den Chaoten, die sie anrufen.

Bis sie eines Tages anfängt, ein Thema zu beackern, das eigentlich nur etwas für Durchgeknallte ist. Die Sorgen und Nöte der Vampire und Werwölfe haben es ihr angetan, dabei weiß doch nun wirklich jeder, dass es so etwas im Land der Fernsehprediger, der Streiter für das Gute nicht gibt. Wenn, ja wenn Kitty es nicht aus eigener, leidvoller Erfahrung besser wüsste - schließlich muss sie, nachdem sie angefallen wurde, mit ihrem Rudel alle vier Wochen bei Vollmond laufen. Doch dass sie ein offenes Ohr für die Sorgen und Probleme ihrer Leidensgenossen hat, findet so gar nicht die Zustimmung so mancher altgedienter Sippenführer und ihrer Alphas. Nur zu bald sieht sie sich Ressentiments, Angriffen und Killern ausgesetzt. Doch die haben nicht damit gerechnet, dass die 1,68 cm große Frau ein Kämpferherz und ein paar Freunde besitzt und sich zu wehren beginnt ....

Eine Welle schwappt über

Die Urban Fantasy schwappt über. Ähnlich wie bei den Völker-Romanen, die vor ein paar Jahren die Buchhandlungen überschwemmten, sucht jeder große Publikumsverlag mittlerweile den großen Megaseller auf dem so angesagten Gebiet anzupreisen. Und genauso, wie es bei den Völkerromanen nur zu bald zu teilweise deutlichen Ermüdungserscheinungen kam, ist bei den Damen und Herren Vampiren, Werwölfen und Co, die sich in unserer technisierten Welt herumschlagen, der Zenit erreicht, ja schon überschritten. Zwar gibt es ein deutlich weit gespannteres Angebot - Romantic Fantasy, Thriller, verborgene und offene übernatürliche Gemeinschaften in unserer Welt, doch die wirklich guten Serien sind in aller Regel schon lange unter Vertrag.

Auffallend, dass es - gerade im Vergleich zu den Romanen um die Gattungen Tolkiens - dieses mal keinen Run deutschsprachiger Autoren auf das Thema gibt. Ulrike Schweikert mit ihren Vampir-Chroniken bei cbj und Egmont-Lyx und Markus Heitz mit seinen Thrillern bei Knaur, darüber hinaus aber sind die entsprechenden Regalflächen fest in anglo-amerikanischer Hand. Und dort wiederholt sich vieles. Eine Anita Blake, eine Rachel Morgan oder eine Soakie Stockhouse gibt es nicht mehr an jeder Bücherecke zu entdecken, und selbst letztere beide haben qualitativ deutlich nachgelassen.

Carrie Vaughns ";Midnight Hour"-Reihe bietet gewohntes Lesefutter. Das ist durchaus routiniert erzählt, ja offenbart in der glaubwürdigen Beschreibung des Rudelverhaltens der Werwölfe sogar einige so noch nicht gelesene Aspekte der Tiermenschen, doch das Sub-Genre wirklich voranbringen, neue Akzente setzen oder gar erneuern kann auch Vaughn nicht. Sicherlich hat die Autorin ihre Stärken in der Zeichnung der alltäglichen Kämpfe um Dominanz im Rudel, in ihren Gestalten, doch sind es gerade letztere, die dann doch ein wenig enttäuschten. Der Rudelführer ein letztlich schwacher, von seiner Alpha-Wölfin gegängelter Anführer, der Lykantropenjäger ein schwacher Abklatsch des Killers aus Hamiltons Anita-Blake-Reihe, das wirkte nicht überzeugend, geschweige denn stimmig. Das liest sich eher wie ein bunter Mischmasch aus gängigen und erfolgreichen Serien, offeriert zu wenig Eigenständiges, als dass der Roman seine Leser wirklich fesseln oder auf die weiteren angekündigten vier Titel neugierig machen würde.

Die Stunde der Wölfe

Die Stunde der Wölfe

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Letzte Kommentare:
27.02.2009 09:13:10
Crowley

Ich habe mir dieses Buch um die Radiomoderatoren und Werwölfin Kitty Norville auf Grund der recht gut klingenden Werbung gekauft ... und bin jetzt, nachdem ich es gelesen habe, ziemlich enttäuscht. Zum einen konnte mich mit keiner der Hauptcharaktere wirklich identifizieren, da wurde keine Persönlichkeit entwickelt, die man sofort gerne haben konnte. Zum anderen hatte ich das Gefühl, fast alles, also jede neue Person oder Wendung schon aus anderen Büchern zu kennen, wie die Sookie Stackhouse -, Anita Blake - oder Ruf des Blutes - Reihe. Insofern kann ich der Rezension ohne weiteres zustimmen. Außerdem fand ich die Darstellung des Rudels bzw. des Rudelverhaltens nicht besonders einleuchtend. Ein Tier ist niemals gemein, diese Eigenschaft bleibt den Menschen vorbehalten. Trotzdem benehmen sich manche der Rudelmitglieder schrecklich gemein und schieben das auf ihren Wolf - das kann ich nicht nachvollziehen. Und das Alphamännchen? Seit wann lassen die sich bezahlen und beharren dann nicht mehr auf ihrer Position? Das wäre sowohl als Mensch als auch als Wolf echt schräg. Außerdem ist er nicht wirklich das Alphamännchen, wenn er solche Schwächen zeigt und sich so behandeln lässt - aber ich will natürlich nicht zuviel verraten!
Zum Schluss noch etwas Positives: Am Ende des Buches wird es richtig spannend und man kann auch mitfiebern, was ich ansonsten vermisst habe. Den 2. Teil werde ich mir sicherlich nicht mehr holen!

Sci-Fi & Mystery
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