Literaturgefluester

Aber das Bild war noch da

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Von dem 1952 in Vorarlberg geborenen Christian Mähr habe ich, glaube ich, zum ersten Mal etwa Ende der Neunzehnneunzigerjahre gelesen, als es noch den „Amadeus“ am Getreidemarkt gegeben hat, denn da habe ich ein „Dumont-Leseprobenbüchlein“ gefunden und da war ein Vorabdruck von „Simon fliegt“ und ich interessiere mich ja für Literatur, das Lesen und die Bücher.

Später habe ich immer gelegentlich etwas von dem Vorarlberger, der in Innsbruck Chemie studierte, aber beim ORF gearbeitet hat, gelesen oder gehört, vielleicht war er auch einmal beim „“Bachmannlesen“.

In der „Alten Schmiede“ hat er vor kurzem sein „Braunmüller-Buch“ vorgestellt und in der „Edition Wortreich“ hat er 2017 den Künstlerroman oder Kunstkrimi „Aber das Bild war noch da“ und was die „Editon Wortreich“ betrifft, bin ich mir nicht sicher, ob das der Verlag ist, der mich einmal angeschrieben, nach Frankfurt eingladen und mir Rezensionsexemplare versprochen hat.

In „Leipzig“ habe ich dann einmal die Karoline Cvancara angesprochen und sie hat mir ein paar Bücher gegeben und bei einer „Edition Wortreich“ Präsentation im Thalia auf der Mariahilferstraße war ich auch einmal, weil dort die Judith Gruber ihre Bücher herausgeibt und vor ungefähr einem Jahr lagen im Bücherschrank in der Zieglergasse ein paar „Wortreich- Bücher“, da habe ich drei „Wortreich-Bücher“ gefunden.

Das Erste was ich gelesen habe ist der schon erwähnte Kunstkrimi und ich muß sagen, er ist interessant, denn ich erforsche ja immer sehr akribisch, wie es die anderen machen?

Die Handlung zu erfassen und gehörig zu spoilern ist hier gar nicht so einfach, obwohl Christian Mähr immer wieder Zusammenfassungen gibt, aber vielleicht selbst nicht weiß, ist das jetzt ein Krimi oder eine Kunstkritik, beziehungsweise alles zusammen oder nichts davon?

Er spielt jedenfalls auch sehr mit der Kritik und dem sich Lustig machen über die Literatur zum Beispiel, verwendet Kalauer, wie „Kunst kommt nicht vom Können, denn wenn mans kann…, und so weiter und so fort.

Das Buch spielt und das ist auch interessant in Vorarlberg, in Feldkirch, denn da habe ich ja als ich mit der Ruth und dem Alfred um den Bodensee gefahren bin nach Vorarlberger Literatur gesucht und in Feldkirch bzw. in der Nähe davon, haben auch meine „Mittleren II“ stattgefunden“, so daß ich einen Nachmittag in dem Städdtchen herumgegangen bin und die dortigen Buchhandlungen besuchte.

Es beginnt damit, daß die Frau eines Malers diesem vorwirft, daß sie ein Bild, das das Haus darstellt, in dem sie einmal gewohnt hat, in der örtlichen Galerie zum Verkauf anbietet. In die geht dann der Krimischriftsteller Martin Fries, weil er auf den Straße, den Politiker Oswald Obwalter sieht und den will er ausweichen, sollte er sich doch dessen Roman ansehen und der ist seiner Meinung nach ein „Schmarrn“.

Obwalter geht aber auch in die Galerie, denn er will das Bild kaufen. Fries sagt ihm seine Meinung, der schlägt ihn zusammen und seine Karriere ist vorläufig futsch.

So weit so gut, das ist aber erst der Anfang. Ab dann überschlagen sich die Ereignisse und man weiß nie, ist das jetzt Realität oder Fiction? Wird da ein Romanplot geschmiedet oder sind wir mitten darin?

Um gestohlene oder gefläschte Rembrandts geht es auch und, um die Russenmaffia, die sich in das idyllische kleine Städtchen, indem aber auch James Joyce eine Inschrift am Bahnhoft hat, weil er dort, glaube ich, Englisch unterricht hat, begibt. Es gibt Tote, Brandanschläge, Entführungen, denn das Bild bringt Unglück und am Ende kommt es natürlich, wie es kommen muß oder, wie ich es bei mir ganz gerne hätte, der Roman von Fries regidiert oder umgeschrieben, wird ein Erfolg, der Maler stirbt oder wird in ein Schwimmbecken gestoßen, seine Frau erbt seinen Nachlaß und alle sind glücklich und zufrieden.

Der Leser hoffentlich auch, wie Christian Mähr, der ja oft die Seiten wechselt und die Genres sprengt, in seinen letzten Sätzen schreibt.

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