Damals am 1. Juli

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Damals am 1. Juli

Von Journal21, 01.07.2020

Geburt von George Sand - Schlacht bei Gettysburg - Eröffnung des Albulatunnels - Schlacht an der Somme - Schlacht von El-Alamein - Geburt von Lady Di - Zusammenstoss über Überlingen - Währungsunion zwischen BRD und DDR - Tod von Marlon Brando

Herausgegriffen

1. Juli 2002: Zusammenstoss über dem Bodensee. Über Überlingen kollidiert eine Passagiermaschine der Bashkirian Airlines vom Typ Tupolev TU-154 mit einem Boeing-Frachtflugzeug des Expresspostdienstes DHL. Der Crash ereignet sich in dem von Skyguide kontrollierten Luftraum. 71 Menschen sterben. Der diensthabende Fluglotse von Skyguide wird später von Vitali K. erstochen. Er will damit seine Frau und seine zwei Kinder rächen, die bei dem Unglück ums Leben kamen. (Bild: SF DRS, Christian Lanz)
1. Juli 2002: Zusammenstoss über dem Bodensee. Über Überlingen kollidiert eine Passagiermaschine der Bashkirian Airlines vom Typ Tupolev TU-154 mit einem Boeing-Frachtflugzeug des Expresspostdienstes DHL. Der Crash ereignet sich in dem von Skyguide kontrollierten Luftraum. 71 Menschen sterben. Der diensthabende Fluglotse von Skyguide wird später von Vitali K. erstochen. Er will damit seine Frau und seine zwei Kinder rächen, die bei dem Unglück ums Leben kamen. (Bild: SF DRS, Christian Lanz)

Es geschah an einem 1. Juli

1646: Geburt von Gottfried Wilhelm Leibniz, deutscher Universalgelehrter, Philosoph, Diplomat, Mathematiker, Historiker. Von ihm stammt der Ausspruch: „Beim Erwachen hatte ich schon so viele Einfälle, dass der Tag nicht ausreichte, um sie niederzuschreiben.“

1742: Geburt von Georg Christoph Lichtenberg, deutscher Mathematiker, Schriftsteller, gilt als Begründer des deutschen Aphorismus. 

1780: Geburt von Carl Philipp Gottlieb von Clausewitz, preussischer General, Militärtheoretiker („Vom Kriege“ 1832). 

1804: Geburt von George Sand, französische Journalistin, Schriftstellerin, Kämpferin für die Rechte der Frau und „eine Gesellschaft ohne Unterschiede zwischen sozialen Klassen“. Sie ist unter anderem die Geliebte von Alfred de Musset und Fréderic Chopin, mit dem sie ein fast zehnjähriges Liebesverhältnis hatte. Bekannt ist sie dafür, dass sie oft Männerkleidung trägt und Zigarren raucht. Die letzten zehn Jahre ihres Lebens ist sie mit Gustave Flaubert eng befreundet. Zu ihren Bewunderern gehören Balzac, Heinrich Heine und Fjodor Dostojewski. Zu ihren Feinden zählen Baudelaire und Nietzsche.

1818: Geburt von Ignaz Semmelweis, ungarischer Chirurg und Geburtshelfer im damaligen Kaisertum Österreich, „Retter der Mütter“. Er führt Hygienevorschriften in öffentlichen Spitälern ein und reduziert so das häufig auftretende Kindbettfieber.

1860: Tod von Charles Nelson Goodyear, amerikanischer Chemiker und Erfinder der Vulkanisation von Kautschuk sowie des Hartgummis.

1863: Beginn der Schlacht von Gettysburg (Pennsylvania)

Die Schlacht von Gettysburg gilt als Wendepunkt im amerikanischen Bürgerkrieg. Die nördlichen Unionstruppen besiegen nach dreitägigen Gefechten die südlichen konföderierten Verbände. In der Schlacht sterben 7’000 Soldaten. (Handkolorierte Lithografie: National Library of Congress, Washington)
Die Schlacht von Gettysburg gilt als Wendepunkt im amerikanischen Bürgerkrieg. Die nördlichen Unionstruppen besiegen nach dreitägigen Gefechten die südlichen konföderierten Verbände. In der Schlacht sterben 7’000 Soldaten. (Handkolorierte Lithografie: National Library of Congress, Washington)

1899: Geburt von Charles Laughton, britisch-amerikanischer Schauspieler und Regisseur, Oscar-Preisträger (u. a. „Der Glöckner von Notre Dame“ 1939, „Unter Verdacht“ 1944, „Das Gespenst von Canterville“ 1944, „Zeugin der Anklage“ 1958, „Spartacus“, „Sturm über Washington“ 1962). Er stirbt am 15. Dezember 1962 an Krebs.

1902: Geburt von William Wyler, schweizerisch-amerikanischer Regisseur (u. a. „Mrs. Miniver“ 1942, „Die besten Jahre unseres Lebens“ 1946, „Weites Land“ 1958, „Wie klaut man eine Million?“ 1966, „Funny Girl“ 1968), Produzent von „Ben Hur“ (1959).

1903: Eröfffnung des Albulatunnels

Der einspurige 5865 Meter lange Eisenbahntunnel, der auf bis zu 1820 Metern über Meer liegt, verbindet Spinas im Engadin mit Preda in Nordbünden. Es ist der höchste Alpendurchstich einer Vollbahn. In fünfjähriger Bauzeit war der Tunnel von 1316 Arbeitern, vorwiegend Italienern, fertiggestellt worden. 16 Menschen verloren ihr Leben. Das Bild (Foto: Rhätische Bahn) zeigt das Nordportal während des Baus. - Da der Tunnel sanierungsbedürftig ist, dient er ab Ende 2021 nur noch als Rettungstunnel. Parallel zum alten Tunnel wird eine neue Röhre gebaut. Die Bauarbeiten, die sechs Jahre dauern sollen, begannen im August 2015.
Der einspurige 5865 Meter lange Eisenbahntunnel, der auf bis zu 1820 Metern über Meer liegt, verbindet Spinas im Engadin mit Preda in Nordbünden. Es ist der höchste Alpendurchstich einer Vollbahn. In fünfjähriger Bauzeit war der Tunnel von 1316 Arbeitern, vorwiegend Italienern, fertiggestellt worden. 16 Menschen verloren ihr Leben. Das Bild (Foto: Rhätische Bahn) zeigt das Nordportal während des Baus. - Da der Tunnel sanierungsbedürftig ist, dient er ab Ende 2021 nur noch als Rettungstunnel. Parallel zum alten Tunnel wird eine neue Röhre gebaut. Die Bauarbeiten, die sechs Jahre dauern sollen, begannen im August 2015.

1903: Die erste Tour de France

Die erste Tour de France startet vor dem Café „Réveil Matin“ in Montgeron, einem Vorort südöstliche von Paris. 60 Fahrer nehmen daran teil. Das Rennen führt über sechs Etappen und und 2'428 Kilometer. Bergetappen gibt es noch keine. Zwischen den Etappen können sich die Fahrer einen oder drei Tage lang ausruhen. Die erste Etappe führte von Paris nach Lyon (467 km). 2. Etappe: Lyon-Marseille (374 km). 3. Etappe: Marseille-Toulouse (423 km). 4. Etappe: Toulouse-Bordeaux (268 km). 5. Etappe: Bordeaux-Nantes (425 km), 6. Etappe: Nantes- Paris (425 km). Der Italo-Franzose Maurice Garin wurde erster Gesamtsieger. Garin war 1871 im italienischen Aosta-Tal geboren worden; 1903 erhielt er die französische Staatsbürgerschaft. (Bild: PD)
Die erste Tour de France startet vor dem Café „Réveil Matin“ in Montgeron, einem Vorort südöstliche von Paris. 60 Fahrer nehmen daran teil. Das Rennen führt über sechs Etappen und und 2'428 Kilometer. Bergetappen gibt es noch keine. Zwischen den Etappen können sich die Fahrer einen oder drei Tage lang ausruhen. Die erste Etappe führte von Paris nach Lyon (467 km). 2. Etappe: Lyon-Marseille (374 km). 3. Etappe: Marseille-Toulouse (423 km). 4. Etappe: Toulouse-Bordeaux (268 km). 5. Etappe: Bordeaux-Nantes (425 km), 6. Etappe: Nantes- Paris (425 km). Der Italo-Franzose Maurice Garin wurde erster Gesamtsieger. Garin war 1871 im italienischen Aosta-Tal geboren worden; 1903 erhielt er die französische Staatsbürgerschaft. (Bild: PD)

1906: Geburt von Estée Lauder, amerikanische Unternehmerin in der Kosmetikbranche.

1915: Geburt von Willie Dixon, amerikanischen Bluesmusiker (Gesang, Bass, Songwriter und Produzent).

1916: Beginn der Schlacht an der Somme, eine der grössten und verlustreichsten Schlachten im Ersten Weltkrieg. Eine Entscheidung bringt sie nicht. Insgesamt sterben etwa 1,1 Millionen Deutsche, Briten und Franzosen. 

1916: Geburt von Olivia Mary de Havilland, amerikanische Schauspielerin, zweifache Oscar-Preisträgerin, (u. a. „Robin Hood, König der Vagabunden“ 1938, „Vom Winde verweht“ 1939, „Das goldene Tor“ 1941, „Mutterherz“ 1946, „Die Erbin“ 1949). 

1925: Geburt von Heinrich Wiesner, Schweizer Schriftsteller, bekannt als Autor von Kurz- und Kürzestgeschichten, einst Mitglied der Gruppe Olten, Mitglied der Vereinigung Autorinnen und Autoren der Schweiz.

1925: Geburt von Franca Magnani, italienische Journalistin, erste Auslandkorrespondentin der ARD in Rom, Mitarbeiterin der schweizerischen Zeitungen „Annabelle“, „Weltwoche“ und „Tat“, Ehefrau des Schweizher Philosophen, Politologen und Journalisten Arnold Künzli. Sie stirbt am 28. Oktober 1996.

1926: Geburt von Hans Werner Henze, deutscher Komponist.

1934: Geburt von Sydney Irwin Pollack, amerikanischer Filmregisseur, Produzent, Schauspieler und Oscar-Preisträger. 

1936: Geburt von Roger Staub, Schweizer Skirennfahrer. 1960 wird er in Squaw Valley Olympiasieger im Riesenslalom. Er wird zudem neunfacher Schweizer Meister (fünfmal im Riesenslalom, dreimal in der Kombination und einmal in der Abfahrt). Er stirbt am 30. Juni 1974 als sein Deltaflieger aus einer Höhe von 150 Metern abstürzt.

1941: Geburt von Ursula Koch, Schweizer Politikerin (SP/ZH), promovierte Chemikerin. Als erste Frau wird sie am 27. Juni 1997 Parteipräsidentin der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz. 1999 wird sie in den Nationalrat gewählt. Am 15. April 2000 gibt sie das Parteipräsidium und den Nationalratssitz nach parteiinterner Kritik auf und taucht ab. 

1942: Beginn der ersten Schlacht von El-Alamein in Ägypten. Sie dauert bis zum 31. Juli. Die von Generalfeldmarschall Erwin Rommel kommandierte deutsch-italienische Panzerarmee steht der 8. britischen Armee gegenüber. Die Schlacht stoppt den deutschen Vormarsch in Ägypten. 

1946: Geburt von Stefan Aust, Chefredaktor des Magazins „Der Spiegel“ (1994–2008). 

1946: Über einer Lagune im Bikini-Atoll wird im Rahmen der Operation Crossroads die erste Atombombe nach Hiroshima und Nagasaki gezündet. Ziel des Tests war die Erforschung der Auswirkungen von Kernwaffenexplosionen auf Schiffe, Ausrüstung und Versuchstiere. Seither sind die Inseln des Atolls radioaktiv verseucht.

1959: Heinrich Lübke wird zweiter deutscher Bundespräsident (1959–1969).

1979: Der erste Walkman von Sony.

1961: Geburt von Lady Di, Diana Spencer, „Princess of Wales“

1980 kamen in England Gerüchte auf, Prinz Charles hätte ein Freundin. Sofort machten sich Paparazzi auf den Weg. Und fanden sie. Im Kindergarten. Dies ist das erste Bild, das von Diana veröffentlicht wurde, nachdem gemunkelt worden war, Prinz Charles sei verliebt. Das Foto zeigt die 19-jährige Lady Diana Spencer im Kindergarten in St. George's Square in London. Dort arbeitete sie als Kindergärtnerin. (Foto: Keystone/EPA/PA/Barry Batchelor)
1980 kamen in England Gerüchte auf, Prinz Charles hätte ein Freundin. Sofort machten sich Paparazzi auf den Weg. Und fanden sie. Im Kindergarten. Dies ist das erste Bild, das von Diana veröffentlicht wurde, nachdem gemunkelt worden war, Prinz Charles sei verliebt. Das Foto zeigt die 19-jährige Lady Diana Spencer im Kindergarten in St. George's Square in London. Dort arbeitete sie als Kindergärtnerin. (Foto: Keystone/EPA/PA/Barry Batchelor)

1961: Geburt von Carl Lewis, amerikanischer Sprinter und Weitspringer, „Leichtathlet des Jahrhunderts“ (1999).

1967: In Montreux findet erstmals das von Claude Nobs gegründete Jazz-Festival statt. 

1967: Geburt von Pamela Anderson, kanadisch-amerikanische Schauspielerin, Model und Pin-Up-Girl („Baywatch“).

1974: Tod von Juan Domingo Perón. Er war am 24. Februar 1946 mit 56 Prozent der Stimmen zum Staatspräsidenten gewählt worden. 1955 wurde er vom Militär gestürzt. Kurz vor seinem Tod 1973 wurde er erneut Staatspräsident.

1984: Einführung des Frauenstimmrechts in Liechtenstein.

1989: Erste Love Parade in Berlin.

1990: Die DDR führt die D-Mark ein

D-Mark gegen Ostmark: Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR tritt die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion in Kraft. Das Bild zeigt eine Dresdener Familie, die soeben in einer Sparkasse Ostmark gegen 2’000 D-Mark umgetauscht hat. Für DDR-Bürger war die DM ein Symbol für das deutsche Wirtschaftswunder. Am 3. Oktober 1990 hört die DDR auf zu existieren. (Foto: Keystone/DPA/Ulrich Hässler)
D-Mark gegen Ostmark: Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR tritt die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion in Kraft. Das Bild zeigt eine Dresdener Familie, die soeben in einer Sparkasse Ostmark gegen 2’000 D-Mark umgetauscht hat. Für DDR-Bürger war die DM ein Symbol für das deutsche Wirtschaftswunder. Am 3. Oktober 1990 hört die DDR auf zu existieren. (Foto: Keystone/DPA/Ulrich Hässler)

1991: Der Warschauer Pakt wird aufgelöst.

1995: Die Schweiz wird Mitglied der Welthandelsorganisation WTO.

1997: Tod von Robert Mitchum, amerikanischer Schauspieler (u. a. „Out of the Past“ 1947, „River of no Return“ 1954, „The Longest Day“ 1962, „Anzio“ 1968, „Ryan’s Daughter“ 1970).

2000: Tod von Walter Matthau, amerikanischer Schauspieler, Oscar-Preisträger (u. a. „The Fortune Cookie“ 1966, „The Odd Couple“ 1968 „Kotch“ 1971, „The Sunshine Boys“ 1975).

2002: Über Überlingen am Bodensees kollidiert eine Passagiermaschine der Bashkirian Airlines vom Typ Tupolev TU-154 mit einem Boeing-Frachtflugzeug des Expresspostdienstes DHL. 71 Menschen sterben.

2004: Tod von Ettore Cella, Schweizer Schauspieler.

2004: Tod von Marlon Brando

Das Bild zeigt ihn mit Maria Schneider in „Der letzte Tango von Paris“ (1972). (Foto: Keystone/AP/United Artists)
Das Bild zeigt ihn mit Maria Schneider in „Der letzte Tango von Paris“ (1972). (Foto: Keystone/AP/United Artists)

2005: Gerhard Schröder verliert im Bundestag die Vertrauensabstimmung.

2011: Dominique Strauss-Kahn, der frühere Direktor des Internationalen Währungsfonds, wird aus der Haft entlassen.

2011: In Monaco heiraten Fürst Albert II. und Charlene Wittstock standesamtlich.

2011: Das legendäre Zürcher Café Odéon feiert sein 100-jähriges Bestehen.

2012: In Kiew schlägt Spanien Italien 4:0 und wird erneut Fussball-Europameister.

2013: Kroatien wird 28. Mitglied der EU.

2014: WM: Schweiz scheidet aus

Die Schweizer Fussballmannschaft verliert an der WM in Brasilien gegen Argentinien in der Verlängerung mit 1:0. Blerim Džemaili trifft in der letzten Minute den Pfosten. Mit dieser unglücklichen Niederlage geht das WM-Gastspiel der Schweizer zu Ende. (Foto: Keystone/AP, Sergei Grits)
Die Schweizer Fussballmannschaft verliert an der WM in Brasilien gegen Argentinien in der Verlängerung mit 1:0. Blerim Džemaili trifft in der letzten Minute den Pfosten. Mit dieser unglücklichen Niederlage geht das WM-Gastspiel der Schweizer zu Ende. (Foto: Keystone/AP, Sergei Grits)

2018: Der „Tropische Messias“

Der linksgerichtete Andrés Manuel López Obrador wird mit 53 Prozent der Stimmen zum neuen mexikanischen Präsidenten gewählt. Das Bild zeigt ihn mit der mexikanischen Sängerin Belinda während einer Wahlveranstaltung im Azteken-Stadion von Mexiko-Stadt. López Obrador verspricht, energisch gegen die Drogenbarone und gegen die Korruption vorzugehen. Seine Anhänger nennen ihn den „tropischen Messias“. Schon während seiner ersten Amtstage überrascht er. Er lässt den Präsidentenjet verkaufen und will nur mit Linienflugzeugen fliegen. Er wohnt weiterhin in seiner bisherigen Wohnung und verwandelt den Präsidentenpalast in ein Museum. Pro Monat will er nur 5’300 Franken verdienen. Das soll auch der Höchstverdienst der Staatsbeamten werden. (Foto: Keystone/AP/Marco Ugarte)

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