Damals am 6. Dezember

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Damals am 6. Dezember

Von Journal21, 06.12.2020

Gründung der Gotthardbahn-Gesellschaft - Geburt von Stalin - Tod von Alfred Escher - Finnland wird unabhängig - Geburt von Arnold Hottinger - Geburt von Alain Tanner - Geburt von Peter Handke - Granaten auf Dubrovnik - Schweiz sagt Nein zum EWR

Herausgegriffen

6. Dezember 1917: Sie gilt als die grösste von Menschen verursachte Explosion aller Zeiten. Im Norden des Hafens Halifax an der kanadischen Ostküste kommt der norwegische Frachter „Imo“ vom Kurs ab und stösst frontal auf die „Montblanc“, ein mit 3’000 Tonnen Sprengstoff beladenes Munitionsschiff, das auf dem Weg zum Krieg in Europa war. Eine Feuerwand, die fast Kilometer hoch ist, schiesst in die Höhe. Menschen und Bäume werden durch die Luft geschleudert, Schiffe werden an Land geworfen, Eisenbahnschienen verbogen und Strommasten geknickt. 1’946 Menschen sterben, 9’000 werden verletzt. Hunderte Häuser werden zerstört.
6. Dezember 1917: Sie gilt als die grösste von Menschen verursachte Explosion aller Zeiten. Im Norden des Hafens Halifax an der kanadischen Ostküste kommt der norwegische Frachter „Imo“ vom Kurs ab und stösst frontal auf die „Montblanc“, ein mit 3’000 Tonnen Sprengstoff beladenes Munitionsschiff, das auf dem Weg zum Krieg in Europa war. Eine Feuerwand, die fast Kilometer hoch ist, schiesst in die Höhe. Menschen und Bäume werden durch die Luft geschleudert, Schiffe werden an Land geworfen, Eisenbahnschienen verbogen und Strommasten geknickt. 1’946 Menschen sterben, 9’000 werden verletzt. Hunderte Häuser werden zerstört.

Es geschah an einem 6. Dezember

343: Tod von Nikolaus von Myra, griechischer Bischof von Myra. Laut der Legende verteilte er sein Erbe unter den Armen und rettete Schiffbrüchige. Er ist der Schutzpatron von Freiburg/Fribourg.

1871: Gründung der Gotthardbahn-Gesellschaft

Präsidiert wird die Gesellschaft von Alfred Escher. Ziel ist der Bau eines Eisenbahntunnels zwischen Göschenen und Airolo. Der Tunnel soll 60 Millionen Franken kosten. Deutschland und Italien sind an der Finanzierung beteiligt. Die Schweizerische Kreditanstalt, die von Alfred Escher gegründet worden war, spielt bei der Geldbeschaffung eine wichtige Rolle. Im Bild ein Entwurf zum Nordportal des Tunnels bei Göschenen (ETH-Bibiothek).
Präsidiert wird die Gesellschaft von Alfred Escher. Ziel ist der Bau eines Eisenbahntunnels zwischen Göschenen und Airolo. Der Tunnel soll 60 Millionen Franken kosten. Deutschland und Italien sind an der Finanzierung beteiligt. Die Schweizerische Kreditanstalt, die von Alfred Escher gegründet worden war, spielt bei der Geldbeschaffung eine wichtige Rolle. Im Bild ein Entwurf zum Nordportal des Tunnels bei Göschenen (ETH-Bibiothek).

1877: Erstausgabe der Washington Post.

1878: Geburt von Stalin (Iossif Wissarionowitsch Dschugaschwili), sowjetischer Diktator, langjähriger Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU, 1922–1953), Befehlshaber der „Roten Armee“ im Zweiten Weltkrieg.

1882: Tod von Alfred Escher, Politiker, Wirtschaftsführer, Eisenbahnunternehmer, Gründer der Nordostbahn, des Eidgenössischen Polytechnikums, der Schweizerischen Kreditanstalt sowie der Gotthardbahn. 1871 präsidierte er die Gotthardbahn-Gesellschaft. Wegen Kostenüberschreitungen wurde er 1880 nicht zum Durchstich des Gotthardtunnels eingeladen. Zur Eröffnung des Tunnels erhielt er zwar eine Einladung, konnte aber wegen seiner angeschlagenen Gesundheit nicht teilnehmen. 

1892: Tod von Ernst Werner von Siemens, deutscher Erfinder, Pionier der Elektrotechnik, Gründer der Siemens AG.

1889: Tod von Jefferson Davis, amerikanischer Offizier, einziger Präsident der Konföderierten Staaten von Amerika (1861–1865), die im Sezessionskrieg als Südstaaten gegen die Unionsstaaten unter Abraham Lincoln kämpften.

1894: Geburt von Walter Boveri, Unternehmer („Brown Boveri“).

1898: In Genf wird der ACS gegründet.

1898: Geburt von Alfred Eisenstaedt, Fotoreporter. 1945 schiesst er das berühmt gewordene Bild, auf dem ein Matrose auf dem New Yorker Times Square eine Krankenschwester küsst.

1908: Geburt von Pierre Graber, Schweizer Bundesrat (SP/NE) von 1969 bis 1978. Er steht dem politischen Departement vor. Laut dem Historischen Lexikon der Schweiz war Graber „ein brillanter Parlamentarier von bissiger Ironie, ein gewiefter Diskussionspartner und ein effizienter, aber unnachgiebiger Staatsmann. Er stand für den reformistischen Flügel innerhalb der sozialdemokratischen Partei, der für Mitwirkung im Bundesrat und der Konkordanzdemokratie eintrat, was zuweilen parteiintern im Widerspruch zur oppositionellen Linken stand“. In seine Zeit fällt die Flugzeugentführung ins jordanische Zerka durch palästinensische Extremisten im Jahr 1970. Er favorisiert den Uno-Beitritt der Schweiz, vertieft die Beziehungen zur EWG sowie die Entwicklungszusammenarbeit. Weiter gründet er das Schweizerische Katastrophenhilfskorps. 

1912: Die 3000 Jahre alte Büste der Nofretete, einer der Gattinnen von Echnaton, wird entdeckt.

1917: Finnland erklärt sich für unabhänig von Russland.

1917: Halifax-Explosion, die grösste von Menschen verursachte Explosion aller Zeiten.

1926: Geburt von Arnold Hottinger

Der Schweizer Nahost-Experte, Orientalist und Publizist berichtete über 30 Jahre als Korrespondent der NZZ aus Beirut, Madrid und Nikosia. Seine Bücher zum Nahen und Mittleren Osten, der islamischen und arabischen Welt gelten als Standardwerke. Hottinger schrieb seit 2010 bis zu seinem Tod im Jahr 2019 regelmässig für Journal21.ch.
Der Schweizer Nahost-Experte, Orientalist und Publizist berichtete über 30 Jahre als Korrespondent der NZZ aus Beirut, Madrid und Nikosia. Seine Bücher zum Nahen und Mittleren Osten, der islamischen und arabischen Welt gelten als Standardwerke. Hottinger schrieb seit 2010 bis zu seinem Tod im Jahr 2019 regelmässig für Journal21.ch.

1929: Geburt von Nikolaus Harnoncourt (Johannes Nicolaus Graf de la Fontaine und d’Harnoncourt-Unverzagt), österreichischer Dirigent, Cellist, Musikschriftsteller. Er stirbt am 5. März 2016.

1929: Geburt in Genf von Alain Tanner, Schweizer Filmregisseur und Drehbuchautor (u. a. „Charles mort ou vif?“ 1969, „Jonas qui aura 25 ans en l’an 2000“ 1976, „Messidor“ 1979, „Dans la ville blanche“ 1983, „Fleurs de sang“ 2002, „Paul s’en va“ 2004).

 


1942: Geburt von Peter Handke, österreichischer Schriftsteller, Nobelpreisträger des Jahres 2019 (u. a. „Die Hornissen" 1966, „Publikumsbeschimpfung“ 1966, „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ 1970, „Der kurze Brief zum langen Abschied“ 1972, „Wunschloses Unglück“ 1972, „Die linkshändige Frau" 1976, „Das Gewicht der Welt“ 1977, „Der Chinese des Schmerzes“ 1983, „Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien“ 1996, „Die schönen Tage von Aranjuez“ 2012, „Die Obstdiebin“ 2017).

1948: Geburt von Marius Müller-Westernhagen, deutscher Musiker („Freiheit“ 1990, „Es geht mir gut“ 1994, „Wieder hier“ 1998), Schauspieler.

1956: Geburt von Hans Kammerlander, südtiroler Bergsteiger, der 13 der 14 Achttausender bestieg.

1978: In Spanien wird die neue Verfassung in einem Referendum gutgeheissen. Juan Carlos wird als Staatschef und König anerkannt.

1990: Tod von Tadeusz Kantor, polnischer Theaterregisseur, Maler und Kunsttheoretiker. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Absurden Theaters. Oft stand Kantor bei seinen Inszenierungen selber auf der Bühne und gestaltete die Szenen mit.

1991: Serbische und montenegrinische Truppen beschiessen Dubrovnik mit 600 Granaten.

1992: Die Schweiz sagt mit 50,3 Prozent Nein zum Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum EWR.

1998: Hugo Chávez wird Präsident von Venezuela (bis zu seinem Tod 2013).

2001: Crossair-Gründer Moritz Suter verabschiedet sich als Verwaltungsrat der Crossair.

2010: Das Bild „Sonnenuntergang“ von Félix Vallotton wird bei Sotheby’s für 2,5 Mio. Franken versteigert – ein Rekord für ein Bild der Serie der Sonnenuntergänge.

2011: Bei einem Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sterben 58 Menschen.

2020: Wahlen in Venezuela

Die sozialistische Partei von Präsident Nicolás Maduro siegt bei den Parlamentswahlen mit knapp 68 Prozent der Stimmen. Damit gewinnt Maduro die Kontrolle über das Parlament (Nationalversammlung) zurück. Die Wahlbeteiligung betrug 31 Prozent. Die Opposition boykottierte den Urnengang. Die EU und die USA bezeichneten die Wahlen als „Farce“ und „nicht repräsentativ“ für den Willen den venezolanischen Volkes. Im Bild: Maduro und seine Frau Cilia Flores am 3. Dezember während einer Wahlveranstaltung in Caracas. (Foto: Keystone/AP/Ariana Cubillos)
Die sozialistische Partei von Präsident Nicolás Maduro siegt bei den Parlamentswahlen mit knapp 68 Prozent der Stimmen. Damit gewinnt Maduro die Kontrolle über das Parlament (Nationalversammlung) zurück. Die Wahlbeteiligung betrug 31 Prozent. Die Opposition boykottierte den Urnengang. Die EU und die USA bezeichneten die Wahlen als „Farce“ und „nicht repräsentativ“ für den Willen den venezolanischen Volkes. Im Bild: Maduro und seine Frau Cilia Flores am 3. Dezember während einer Wahlveranstaltung in Caracas. (Foto: Keystone/AP/Ariana Cubillos)
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