Fragen Sie Reich-Ranicki
Was Philip Roth auszeichnet und amerikanische von europäischen Schriftstellern unterscheidet (2003)
Von Marcel Reich-Ranicki
Mehrere Leser fragen mich nach dem amerikanischen Schriftsteller Philip Roth, dessen vorerst letzten Roman, „Das sterbende Tier“, ich unlängst in der F.A.Z. nicht nur befürwortet, sondern auch geradezu gerühmt habe.
Die Frage zielt auf eine zentrale Eigentümlichkeit der amerikanischen Literatur ab. Von Anfang an zeigten sich ihre wichtigsten Vertreter als höchst empfänglich für verschiedene Einflüsse der europäischen Kunst. Aber doch gingen sie ihren eigenen Weg – übrigens nicht immer ganz freiwillig. Denn sie waren dazu gezwungen, oft aus rein materiellen Gründen. Kurz gesagt: Sie mußten die Bedürfnisse auch derjenigen ihrer Leser berücksichtigen, deren ästhetische und intellektuelle Maßstäbe und Erwartungen sich eher in bescheidenen Grenzen hielten.
![]() |
Geschützter Bereich |
||
Liebe Leserin / Lieber Leser,die Seite, die Sie angefordert haben, ist unseren Online-Abonnenten vorbehalten. Wir konnten Ihre Zugriffsberechtigung bislang nicht überprüfen. Ich habe meine Zugangsdaten vergessen. Bitte schicken Sie sie mir zu. |