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SunQuest - Wie kam es überhaupt dazu?


SunQuest ist unsere erste „verlagseigene“ Serie, die wir im Autorenteam verwirklichen, mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Profis und Newcomern. Immer wieder werden wir gefragt, wie es denn dazu kam.
„Vater“ der Serie ist Mit-Verlagsinhaber Gerald Jambor, mein Ehemann seit nunmehr 25 Jahren, wobei wir unser gemeinsames Leben noch länger teilen – bald 30 Jahre. Nach der langen Zeit, möchte man meinen, kann man sich gegenseitig nicht mehr überraschen – doch ich habe nicht schlecht gestaunt, als mein Mann eines Tages von der Arbeit nach Hause kam und sagte: „Du, ich hab da so eine Idee, hör dir das mal an.“ Noch mehr gestaunt habe ich, als mir die Idee gefiel, denn bisher lief der Austausch immer umgekehrt. Ich fabulierte meine Ideen und bekam entsprechendes Feedback. Dass es eines Tages mal andersherum sein würde, hätte ich nicht gedacht.

Und wie steht der Herr Verleger heute zu seiner Serie?

Sag mal, warum hast du als Protagonisten ausgerechnet drei Frauen erdacht – noch dazu in einer Serie mit SF-Elementen?
Tja, dazu muss ich ausholen. Also, wenn man längere Zeit mit einer Schriftstellerin lebt, und das auch noch in einem Haus, durch dessen Schlafzimmer wundervolle Zwergenfrauen wandeln, wenn man seinen Tee mit Zauberern trinkt und dabei über das Universum philosophiert, und vor allem, wenn man einen Humpen Bier mit einem Kriegskönig der Zwerge und einem Heermeister der Menschen leert, dann bleibt es nicht aus, dass man die verschiedensten Leute kennenlernt. Und so habe ich Shanija getroffen. Sie ist wirklich eine tolle Frau, in jeder Beziehung. Aber ehrlich: Sie ist manchmal schon ein bisschen ernst und zielstrebig; also ein wenig anstrengend. Da habe ich meine Blicke weiter schweifen lassen und As’mala gefunden (oder sie mich?). Sie hat nun wirklich alles, was eine Frau als Freundin haben kann. Sie sieht toll aus, ist der beste Kumpel, den man sich nur vorstellen kann, steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden und weiß sich immer zu helfen. Nur, sie ist möglicherweise etwas wankelmütig. Aber ein guter Kumpel und Freund (sie würde sagen: der Beste). Und Seiya? Sie kam einfach dazu. Mit der Frische ihrer achtzehn Jahre, eine Kindfrau mit der Gewissheit, alles richtig zu machen, die man nur in diesem Alter besitzt. Dadurch passte sie einfach gut zu uns (was die anderen beiden Frauen übrigens auch finden).

Du hast uns jetzt drei verschiedene Frauencharaktere beschrieben, die sich im Leben zu behaupten wissen, dabei aber ihre Weiblichkeit nicht unterdrücken. Jede für sich ist etwas Besonderes und hat ihre eigene Art, Probleme zu lösen. Aber ich frage dich nochmal: Warum ausgerechnet Frauen?
Nun, ich mag Frauen. Und ich meine wirklich, ich mag sie.

Wenn du schon so eine Idee hast und liebevoll die Hauptfiguren dazu ausarbeitest, die Welt entwickelst und Abenteuer ... wieso schreibst du nicht gleich selbst?
Weil ich es nicht kann. Okay, vielleicht einen schönen Schulaufsatz – aber das würde wohl kaum genügen.

Ist es nicht trotzdem schwer für dich, dass andere deine Ideen umsetzen?
Wie so oft im Leben lautet die Antwort: Jein. Es ist schön, wenn die Figuren, die man im Geiste getroffen hat, zum Leben erweckt werden. Eher schwer ist es, wenn man sich eine bestimmte Gegebenheit oder ein Ambiente vorgestellt hat, das den halben bis dreiviertel Roman füllen sollte, mit allem Drum und Dran – und dann handelt der Autor/die Autorin die großartigste Sache, die man sich jemals ausgedacht hatte, auf einer halben Seite ab, um etwas eigenes Großartiges zu schreiben ... na ja. Da musste und muss ich manchmal schon schlucken.

Das betrifft vor allem den Anfang, ich erinnere mich, wo du hartnäckig um eine Szene gekämpft hast, die ich partout nicht hineinbringen wollte (und auch nicht gebracht habe). Ja, Teamarbeit bedeutet natürlich Kompromisse.
Dass die Charaktere der weiblichen und männlichen Protagonisten nicht immer so getroffen werden, wie ich es mir vorstelle, geschieht eigentlich zwangsläufig bei einer Serie, an der mehrere AutorInnen mitschreiben. Da differieren Nuancen von Autor zu Autor.

Aber damit kannst du leben?
Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich es überhaupt so treffen könnte, wie ich es mir vorstelle (und meine drei Heldinnen mir erzählen), wenn ich alles selber schreiben würde. Eine Idee ist schnell geboren, die Umsetzung aber, die Entwicklung und „Aufzucht“, dass sie zu einem zufriedenstellenden Ergebnis gelangt, ist das Schwierige.

Wird die Serie denn annähernd so umgesetzt, wie du es dir vorstellst?
Ja, durchaus. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, finde ich, angefangen bei den Covern, über die Illustrationen, bis zu den sehr individuellen Geschichten der verschiedenen Autoren. Ich finde schon, dass die Serie für sich steht und viel Abwechslung bietet. Und was noch nicht umgesetzt wurde, kommt vielleicht noch ...

Das ist ein gutes Schlusswort - damit will ich diese Kolumne beenden.
Bis zum nächsten Mal!
http://www.sunquest-serie.de
© http://www.sunquest-serie.de

SUN QUEST
Beitrag SunQuest - Wie kam es überhaupt dazu? von Uschi Zietsch, Beitrag 2
vom 09. Jan. 2008


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