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Literaturpreis des Landes Steiermark geht 2017 an Clemens Setz!

Redaktion: 

Die von der Landesregierung eingesetzte Literaturjury hat der Landesregierung vorgeschlagen, den Literaturpreis Clemens Setz zuzusprechen. Die Jury begründet ihren Vorschlag wie folgt: „Seit seinem Debütroman ‚Söhne und Planeten‘ vor 10 Jahren ist der Grazer Autor zu einer der spannendsten und prägendsten literarischen Stimmen seiner Generation gereift. In dieser Zeit hat er nicht nur drei gefeierte Romane veröffentlicht, sondern auch als Autor von Kurzgeschichten und literarischen Nacherzählungen, als Lyriker und Feuilletonist, als Übersetzer und zuletzt auch als Dramatiker mehr als überzeugt. Er ist ein Spezialist für das Skurrile und das Verschrobene, ein literarischer Schutzheiliger der Nerds. Er macht eine Welt sichtbar, in der die Grenzen zwischen realen und virtuellen Räumen immer undeutlicher werden und hat es zuletzt mit dem Mammut-Roman „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre" geschafft, die Psychologie dieser schönen neuen Welt in eine überwältigende literarische Form zu gießen."

Zur Vergabe des Literaturstipendiums heißt es in der Jury-Begründung: „Als Dramatikerin, Hörspielautorin und Romancier hat die gebürtige Bad Radkersburgerin Natascha Gangl in den vergangenen Jahren ein vielfältiges Werk vorgelegt, in dem sie eindrucksvoll mit Sprache und Sprachen, mit fremden Kulturen und kulturellen Klischees, mit bitterer Realität und märchenhafter Fiktion, mit Trash und Tragödie jongliert. In ihrem Schreiben stürmt sie einerseits in die Welt aus und sammelt Scherben des Lebens ein, oder schlägt diese selbst aus dem Steinbruch menschlicher Existenz. Andererseits taucht sie aber auch tief in Innenwelten ab und fördert Brocken von Erinnerung und Schmerz sowie Fragmente von Identitäten ans Tageslicht. Mit großem lyrischen Gespür und vor allem auch Humor fügt sie all das zu farbenfrohen und fesselnden Mosaiken zusammen."

Die Vergabe des Lichtungen-Lyrik-Stipendium an Christoph Szalay empfiehlt die Jury für das Projekt „Raendern". Dabei handelt es sich um einen Zyklus von Gedichten, an dem Szalay seit einigen Jahren arbeitet.  Die Jury dazu: „Szalay entwickelt einen lyrischen Tonfall, der subjektive Befindlichkeit mit Formen der öffentlichen und politischen Rede zusammenführt. Die Gedichte kommen dem Stimmengewirr der Gegenwart ganz nahe, entwickeln daraus aber eine künstlerische Eigenständigkeit, die in dieser Form singulär und insgesamt ein großes Versprechen für die Zukunft ist."

 

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